Bonobo Pan paniscus


Bonobo Pan paniscus
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Bonobo

Klasse: Mammalia (Säugetiere) Bonobo
Fotos: Fort Worth Zoo
Ordnung: Primates (Primaten)
Familie: Pongidae (eigentliche Menschenaffen)
Gattung: Pan (Schimpansen)
Art: Pan paniscus
Alias: Zwergschimpanse
englisch Pygmy Chimpanzee
italienisch Scimpanze Pigmeo
Verbreitung: Zentralafrika, im Kongo südlich des Kongoflusses, größtenteils Demokratische Republik Kongo.
Lebensraum: Regenwaldgebiet der Tropen, teilweise auch offenes Wald- und Grasland.
Maße und Gewichte: Körperlänge (Männchen): 75 – 90 cm
Gewicht (Männchen): 39 – 45 kg
Körperlänge (Weibchen): 70 – 75 cm
Gewicht (Weibchen): 31 – 33 kg
Fortpflanzung: Bonobo (Zwergschimpanse) Die Paarung der Bonobos ist nicht an eine Jahreszeit gebunden. Die Weibchen sind fast ständig empfängisbereit. Nach einer Tragezeit von 230 – 240 Tagen wird ein einzelnes Junges geboren. Das Junge wiegt bei der Geburt etwa 1200 – 1300 Gramm. Das Sexualverhalten der Bonobos dient nicht ausschließlich der Erhaltung der Art. Weibchen und Männchen paaren sich auch zum Abbau von Spannungen und zur Beilegung von Konflikten miteinander. Auch sind sexuelle Handlungen zwischen gleichgeschlechtlichen Tieren keine Seltenheit, da dieses Verhalten die Zusammengehörigkeit der Gruppe stärkt. Über die Lebenserwartung der Bonobo gibt es keine sicheren Erkenntnisse, aber man geht daon aus, daß sie auf jeden Fall älter als 20 Jahre werden können, manche Wissenschaftler gehen von einem Höchstalter von über 50 Jahren aus.

 

BonoboBonobos sind wohl unsere nächsten Verwandten im Tiereich. Die genetische Übereinstimmung zwischen Mensch und Bonobo beträgt 99%. Die Tiere sind schlanker und graziler als Schimpansen, haben längere Beine und gehen müheloser auf zwei Beinen. Das Gesicht ist flacher und die Stirn höher als beim Schimpansen. Auf den ersten Blick sind Bonobos sehr gut an den langen, schwarzen Kopfhaaren, die in der Mitte gescheitelt sind, zu erkennen.Bonobo Die Zwergschimpansen leben ausschließlich im von Menschen dünn besiedelten Kongobecken. Ihr Verbreitungsgebiet wird im Norden und Westen vom Kongostrom, im osten vom Lomamifluß und im Süden von den Flüssen Kasai und Sankura begrenzt. Die Tiere ernähren sich hier von Früchten, Blättern, Samen, Termiten, Ameisen und Fleisch. Aus seichten Flüssen und Sümpfen fangen sie auch Fische und Krebse.

Bonobo In einigen Regionen des Kongo selben Menschen und Bonobo friedlich nebeneinander, da regionale Traditionen besagen, daß Bonobos und Menschen vor sehr langer Zeit einmal Brüder waren. Leider ist das nicht überall so. Von anderen Menschen werden sie gejagt. Mütter werden von Tierhändlern um der Jungen willen getötet. Diese Jungen werden nicht zuletzt als Photomotive für Touristen mißbraucht. Andere wiederum schätzen den Bonobo als Fleischlieferanten. Diese Bejagung im Zusammenhang mit der fortschreitenden Zerstörung ihres Lebensraumes zur Schaffung neuer Felder und Viehweiden haben die Bonobo an den Rand des Aussterbens gebracht. Einzig im Salonga-Nationalpark sind die Tiere einigermaßen geschützt.

 

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