Der Assapan gehört zu den wenigen Säugetieren, die im Laufe der Evolution eine Art fliegerische Fortbewegung entwickelt haben. Natürlich ist der Gleitflug dieser Hörnchen nicht mit dem aktiven Flug der Familie der Flattertiere (Chiroptera), zu denen die Fledermäuse und Flughunde zählen, zu vergleichen.
Gleitfliegende Säugetiere finden sich nur in vier verschiedenen Familien die zu drei verschiedenen Ordnungen gehören. Dazu gehören die Dornschwanzhörnchen (Anomaluridae) und die eigentlichen Hörnchen (Sciuridae) die zur Ordnung der Nagetiere (Rodentia) zählen. Des weiteren gibt es noch die Familie der
Gleitflieger (Cynocephalidae) aus der Ordnung der Riesengleiter (Dermoptera) sowie die Gleitbeutler (Petauridae) aus der Ordnung der Beuteltiere (Marsupialia). Die meisten dieser Tiere leben in tropischen oder subtropischen Wäldern. Der Assapan gehört zu den wenigen Arten, die
als Lebensraum die gemäßigte Zone in Anspruch nehmen.
Das auffäligste Körpermerkmal der Gleithörnchen ist die seitlich am Körper liegende Flughaut. Diese voll behaarte Haut zieht sich beiderseits des Körpers vom Handgelenk der Vorderfüße bis zum Fußgelenk der Hinterfüße. An der Handwurzel findet sich ein zusätzlicher Knorpel, der den Vorderrand der Flughaut zusätzlich
spreizt und versteift. Mit angelegter Flughaut vermittelt der Assapan häufig den Eindruck, von rundlicher Statur zu sein. Beim Absprung verwandelt sich das Tier jedoch durch weites Strecken der Arme und Beine in einen flachen Gleiter. Als passiver Gleitflieger wählen Gleithörnchen zum Absprung gerne
hoch gelegene Stellen. Der Flug selbst ist mit einem Höhenverlust von 1 Meter je 3 Meter Flugdistanz verbunden. Dadurch können die Tiere Strecken zwischen 10 und 50 Meter "fliegend" zurücklegen. Diese Fähigkeit bietet dem Assapan wie seinen Verwandten wesentliche Überlebensvorteile. Zum einen erreichen die Tiere
sämtliche Nahrungsquellen ihres Reviers ohne jemals den Boden betreten zu müssen und zum anderen ist so ein Gleitflug eine hervorragende Fluchtmöglichkeit vor Feinden wie zum Beispiel dem Marder oder diversen Eulenarten.
Einen solchen Flug zu beobachten oder gar zu fotografieren ist ein seltener Glücksfall, denn die Tiere sind ausschließlich in der Dämmerung und Nachts unterwegs. Den Tag verbringen sie in Baumhöhlen, die sie gerne von Spechten und anderen Vögeln übernehmen. Das Innere solch eines Nestes ist weich mit Rinde, Moos,
Flechten und Federn ausgelegt. Assapane ernähren sich hauptsächlich, aber nicht ausschließlich vegetarisch. So gehören neben Blättern, Früchten, Beeren und Nüssen auch Vogeleier und Insekten zu ihrem Speiseplan. Im Herbst pflegen die Tiere in Baumhöhlen größere Vorräte an Nüssen und Samen anzulegen, denn sie halten
auch in den nördlicheren Gebieten keinen Winterschlaf.
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