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Manche Bäume können Kalzium offenbar mit Hilfe symbiontischer Pilze gewinnen. Die kleinen Helfer, die an den Wurzeln bestimmter Pflanzen leben, "fressen" ein Mineral namens Apatit, lösen dabei den für die Pflanzen wertvollen Nährstoff heraus und stellen ihn den Bäumen zur Verfügung, berichten amerikanische Forscher im Fachblatt "Nature" (Bd. 417, S. 729).
Die Pilze schicken fadenförmige Fortsätze - so genannte Hyphen - aus, die organische Säuren absondern und so das Mineralgestein durchdringen. Die Säuren lösen das Material entlang der Hyphen und stellen der Pflanze damit Nährstoffe aus dem Gestein wie etwa Kalzium, Phosphor und Potassium zur Verfügung.
Bislang hatten Botaniker geglaubt, Pflanzen könnten nur frei im Boden gelöstes Kalzium verwerten. Auf Kalzium, das in Silikaten gebunden ist, müssen sie warten, bis es von der Witterung aus dem Gestein ausgewaschen und somit verfügbar ist. Dass manche Pflanzen den Nährstoff dank der Pilze auch aus Apatit, einem häufig vorkommenden Kalziumphosphat, erhalten können, war Forschern bisher unbekannt.
Die Geologen um Joel Blum von der Universität Michigan untersuchten, wie verschiedene Baumarten ihren Kalziumbedarf decken. Dazu maßen sie das Verhältnis von Kalzium und Strontium in den Blättern und Nadeln der Bäume. Dabei fanden sie heraus, dass beispielsweise Tannen und Fichten die symbiontischen Pilze für den "Erzabbau" nutzen, während zum Beispiel der Zuckerahorn allein auf das im Boden gelöste Kalzium zurückgreifen kann.
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