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Seit vier Tagen wird das indische Dorf
Sangrampur von grün- und gelbgefärbten
Regenfällen heimgesucht. Die Einwohner
des Dorfes, das 50 Kilometer östlich
von Kalkutta liegt, befürchten nun,
dass sie den Zorn ihrer Hindu-Götter
auf sich gezogen haben, berichtet die
Nachrichtenagentur AFP. Um die
Menschen zu beruhigen, wurden sofort
Untersuchungen eingeleitet. Der
Chef-Wissenschaftler der
Umweltschutzbehörde, Deepak
Chakraborty, behauptet nun, dass die
Ausscheidungen von Bienen Ursache des
farbigen Regens seien. Die Tiere
hätten sich von einem Cocktail aus
Mango-, Kokosnuss- und Graspollen
ernährt.
Der Befund der Behörde wurde von
unabhängigen Analysen eines
Forschungsinstituts aus Kalkutta
bestätigt. "Die grünen Klümpchen
wurden wahrscheinlich durch den Regen
von den Bäumen gewaschen", vermutet
Chakraborty. Ähnliches habe sich auch
schon in Kambodscha ereignet. Bevor
die Ursache geklärt war, richtete sich
der Verdacht auf die vielen
Ziegelsteinbrennereien, die eine
starke Umweltbelastung für die Flüsse
und Seen rund um Sangrampur
darstellen. Die dort eingesetzten
Chemikalien und Brennstoffe galten als
mögliche Ursache.
Die ungewöhnlichen Ereignisse in dem
Dorf ziehen die Menschen aus der
Umgebung und Horden von Forschern an.
Besucher des Dorfes berichten, dass
der Regen Spuren auf der Haut
hinterlasse, aber weder Schmerzen noch
Jucken verursache. Im Juni vergangenen
Jahres war im südwestindischen
Bundesstaat Kerala roter Regen
gefallen. Damals wurden rote
Pilzsporen als Ursache dingfest
gemacht.
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