US-Regierung: An die Folgen der Klimaerwärmung muß man sich gewöhnen
Quelle: Greenpeace

Erstmals hat die US-Regierung eingeräumt, dass der Mensch für die Klimaerwärmung verantwortlich ist. Wie die 'New York Times' am Montag berichtete, liege den Vereinten Nationen ein entsprechender Bericht der USA vor. Doch eine Kehrtwende der US-amerikanischen Klimapolitik ist nicht in Sicht: Da die Folgen der Treibhausgas-Emissionen zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr abwendbar seien, müsse man sich an die Folgen der Klimaerwärmung gewöhnen.

Bisher hatte US-Präsident George W. Bush stets wissenschaftliche Erkenntnisse in Frage gestellt, die die Klimaerwärmung auf die Treibhausgasproduktion durch den Menschen zurückführten. Der plötzliche Meinungswandel sieht allerdings auch keine Treibhausgas-reduzierenden Maßnahmen vor. Umweltgruppen kritisierten die widersprüchliche Haltung der USA zum Umgang mit dem Klimawandel. "Wie kann die Regierung einräumen, dass die Klimaerwärmung ein sich entwickelndes Desaster ist und sich gleichzeitig weigern zu helfen, das Problem anzugehen?" fragte Mark Van Putten von der US-amerikanischen Umweltgruppe National Wildlife Protection.

Als größter Verursacher von Treibhausgas-Emissionen sind die USA für über 36 Prozent der weltweiten Schadstoff-Ausstösse verantwortlich!
Trotzdem hatte sich das Land aus dem Kyoto-Klimaprotokoll zurückgezogen. Letzten Freitag dagegen haben die 15 Mitgliedsländer der Europäischen Union ihre Ratifizierungsurkunden für das Kyoto-Protokoll bei den Vereinten Nationen hinterlegt. Japan und Norwegen ratifizieren voraussichtlich nächste Woche und Russland hat den Beitritt zu dem Abkommen angekündigt.