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Nach kurzem Stillstand Ende letzter
Woche schreitet das Seehundsterben in
der Ostsee nun wieder fort. Wie das
Naturschutzamt in Kopenhagen bekannt
gab, breitet es sich nach Süden aus.
Erstmals wurden am Montag 20 verendete
Tiere an der Küste der dänischen
Hauptinsel Seeland gefunden. Am
Wochenende hatten auch die
schwedischen Behörden den ersten Fund
eines an dem Staupe-Virus verendeten
Seehundes gemeldet.
Seit Beginn des erneuten Ausbruchs
sind etwa 250 tote Tiere rund um die
dänischen Inseln Laeso und Anholt
gefunden worden, die nördlich von
Seeland liegen. Nach
Laboruntersuchungen gilt als
weitgehend sicher, dass das
Massensterben durch dasselbe Virus
ausgelöst wurde, dem auch 1988 etwa
die Hälfte der 10.000 damals in der
Nordsee und anliegenden Gewässern
lebenden Seehunden zum Opfer fielen.
Bislang hat sich das Seehundsterben
aber noch nicht auf die Nordsee
ausgeweitet.
Die Seehund-Staupe ist eine massive
Virus-Erkrankung der Atemwege, die
hauptsächlich durch Nasenkontakt
übertragen wird. Jungtiere mit ihrem
schwachen Immunsystem sind besonders
gefährdet. Erfahrungen in der
Vergangenheit haben gezeigt, dass den
infizierten Tieren nicht geholfen
werden kann. Staupe bedeutet für die
erkrankten Tiere einen qualvollen Tod.
Deshalb ist es Aufgabe von
Seehundjägern, die schwer kranken
Tiere zu töten und sie so von ihren
Leiden zu erlösen.
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