| IWC: Japanische Walfangpolitik diskriminiert indigene Völker |
| Quelle: Greenpeace |
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Zum ersten Mal
in der Geschichte der Internationalen
Walfangkommission (IWC) wurde - auf Betreiben
Japans - indigenen Völkern in Alaska und Sibirien
am Donnerstag in Shimonoseki das Recht
abgesprochen, für ihren Lebensunterhalt einige
Wale zu jagen. Viele Mitgliedsländer sind deswegen
empört und befürchten, dass so die demokratischen
Strukturen der IWC untergraben werden.
Die USA und Russland hatten beantragt, den indigenen Völkern Sonderfangrechte einzuräumen und ihnen für die nächsten fünf Jahre die Jagd auf 280 Grönlandwale zu erlauben. Mit 30 gegen 14 Stimmen wurde die dafür geforderte Dreiviertel-Mehrheit jedoch nicht erzielt. Zuvor hatte die Kommission den Antrag Japans abgeschmettert, 50 Zwergwale in den eigenen Küstengewässern töten zu dürfen. Im Gegensatz zu den Inuit und Chukotka verfolgt Japan mit der Waljagd allerdings rein kommerzielle Interessen. Bereits 14 Jahre in Folge untersagt die IWC Japan deshalb das Töten der Meeressäuger. Mit Blick auf das Abstimmungsverhalten der als von Japan gekauft geltenden Länder sagte Thilo Maack, Walexperte bei Greenpeace: "Es hat sich wieder gezeigt, wie ein einzelnes Land versucht, durch Scheckbuch-Diplomatie die Kontrolle über ein internationales Gremium zu erlangen." Auch die beiden umstrittenen Vorschläge Japans und Schwedens zu einem 'verbesserten' Bewirtschaftungsverfahren (RMS) für die Waljagd lehnte die IWC am Donnerstag ab. Japans Antrag sah vor, das Walfangverbot sofort abzuschaffen, die Walschutzgebiete im Indischen Ozean und der Antarktis aufzuheben und statt dessen Fangquoten für die jeweiligen Walarten zu bestimmen. Die als walfreundlich geltenden Schweden wollten dagegen nicht am Internationalen Moratorium rütteln. Es sollten aber Fangquoten festgesetzt werden und die Jagd unter internationaler Kontrolle nur in den Wirtschaftszonen der jeweiligen IWC-Mitgliedsländer zugelassen werden. Beide Vorschläge verfehlten die notwendige Dreiviertel-Mehrheit. Trotz aller Niederlagen und Ermahnungen durch die IWC wollen japanische Walfänger am Ende des Monats erneut ihr blutiges Handwerk ausüben und zur Jagd auslaufen. |