| Deutsche Entwicklungshilfe subventioniert Raubbau im Regenwald |
| Quelle: Pro Regenwald |
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Das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit
und Entwicklung (BMZ) fördert die Erstellung eines
forstlichen Managementplanes durch die Firma Congolaise
Industrielle du Bois (CIB) mit 690.000 Euro. Die
Tochterfirma der Bremer Feldmeyer- Gruppe schlägt im
Urwald der Republik Kongo-Brazzaville jährlich über 100.000
Kubikmeter wertvoller Tropenhölzer wie Sipo- und Sapelli-
Mahagoni ein.
Das BMZ bestätigte in einem Schreiben an Pro REGENWALD, daß man schon im Jahre 2000 mit dem Projekt begonnen habe, um "eine nachhaltige, umweltschonende und sozialverträgliche Nutzung des Tropenwaldes im Kongobecken sicherzustellen". "Der deutsche Steuerzahler trägt damit 40% der Kosten für eine Aufgabe, zu deren Durchführung nach kongolesischem Forstrecht eigentlich die Holzfirma verpflichtet ist", beklagt László Maráz von der Münchner Organisation Pro REGENWALD. "Während sich die Delegierten auf der Biodiversitäts-Konferenz in Den Haag um den Schutz der letzten Urwälder ringen, subventioniert die deutsche Entwicklungshilfe den Raubbau im afrikanischen Regenwald." Fragwürdig ist, warum ausgerechnet die Parlamentarische Staatssekretärin des BMZ, Uschi Eid (GRÜNE) ein derartiges Projekt genehmigte. Denn schon seit 1997 liegt dem BMZ ein Gutachten der Weltnaturschutzorganisation IUCN vor, in dem der Holzeinschlag der CIB als nicht-nachhaltig bezeichnet wird. Das Unternehmen holzt vor allem die wertvollsten Mahagoniarten ab (Sipo und Sapelli). Über die Verjüngung dieser Baumarten ist wenig bekannt, beide Arten werden nahezu ausgerottet. Die Firma hofft, mit dem Einschlag anderer Baumarten den drohenden wirtschaftlichen Verlust wettzumachen. |