| Schutz für Lederschildkröten |
| Quelle: Greenpeace |
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Die Einwohner eines kleinen
Ortes in Honduras setzen sich
aktiv für den Schutz der vom
Aussterben bedrohten
Lederschildkröten ein. Jede
Nacht zwischen Februar und
August patrouillieren Männer
der Gemeinde Plaplaya einen
zwölf Kilometer langen
Strandabschnitt am Atlantik.
Sie suchen nach
Lederschildkröten, die ihre
Eier im Sand ablegen. Zum
Schutz vor Wilderern, Schlangen
und großen Vögeln sammeln die
Patrouillen die Eier ein und
bringen sie zu einem
Brutkasten. "Vor vierzig Jahren
konnte man viele dieser
Schildkröten hier bei der
Eiablage beobachten. Jetzt
kommen nur noch wenige", sagt
Jesus Garcia, ein Bewohner von
Plaplaya.
Die bis zu 2,4 Meter langen und 700 Kilogramm schweren Tiere leben in den tropischen Meeren. Wilderer sind nicht die einzige Bedrohung für ihren Fortbestand. Die zunehmende Küstenbebauung vertreibt die Schildkröten von ihren Eiablageplätzen. Im Meer sind sie durch Umweltverschmutzung, kommerziellen Fischfang und herumschwimmenden Plastikmüll, an dem viele Schildkröten ersticken, gefährdet. Gab es in den 80ern weltweit noch rund 115.000 Weibchen, so sind es heute nur noch um die 30.000. Da die Tiere erst mit 15-30 Jahren geschlechtsreif werden und zudem nur alle zwei bis vier Jahre Eier legen, ist es besonders wichtig, das Überleben des Nachwuchses zu sichern. Die Einwohner von Plaplaya engagieren sich seit 1995 für den Schildkrötenschutz. An den Stränden des Ortes legen etwa 100 Lederschildkröten ihre Eier ab. Neben dem Sichern der Eier vor Räubern untersuchen die Menschen die Schildkröten auf Verletzungen und messen Länge und Umfang der riesigen Tiere. Seit Beginn des Projekts sind im Rahmen der Schutzmaßnahmen 4600 Schildkröten geschlüpft und ins Meer ausgesetzt worden. Die gesamte Gemeinde wird in die Aktivitäten einbezogen. "Wir führen ein komplettes Projekt durch. Wir wollen, dass die Kinder Zuneigung und Respekt für die Riesenschildkröten empfinden, so dass sie die Tiere schützen, wenn sie älter sind", so Projektleiter Carlos Molinero. |