Verheerende Waldbrände im fernen Osten Russlands
Quelle: Greenpeace
Feuersbrünste haben mittlerweile mehr als 550 Quadratkilometer Land im östlichsten Teil von Russland verwüstet. Das besonders trockene Wetter und starker Wind bieten ideale Bedingungen für die Ausbreitung des Feuers und erschweren die Löscharbeiten. Fast 2000 Feuerwehrleute, Fallschirmspringer und zivile Hilfskräfte mit 363 Löschfahrzeugen bekämpfen die Flammen. Weitere 30 Löschzüge und 20 Feuerwehrwagen sind entlang der Transsibirischen Eisenbahnlinie im Einsatz. Am schlimmsten wüten die Feuer im Amur-Gebiet, wo fast 425 Quadratkilometer Wald brennen. Im Gebiet Chabarowsk haben die Behörden den Notstand ausgerufen.

Ursachen für die Waldbrände in Sibirien gibt es etliche: die alljährliche Trockenperiode; die vielen illegalen Holzfäller, die überall Baumreste, Späne und Treibstoff zurücklassen; unachtsame Camper. Die Forstbehörden beklagen seit Jahren, dass das Geld für wirkungsvolle Präventions- und Brandbekämpfungsmaßnahmen fehle. In diesem Jahr haben die Behörden deshalb den öffentlichen Zugang zu den Wäldern eingeschränkt und Polizeiposten zur Überwachung aufgestellt.

Die betroffenen Gebiete sind auch die Heimat der letzten rund 350 Amur-Tiger und 40 Sibirischen Leoparden in Russisch-Fernost. Beide Tierarten sind akut vom Aussterben bedroht. Bisher waren illegale Holzfäller, die ihre Reviere zerstören, und Wilderer ihre größten Feinde. Jetzt verwüsten die verheerenden Waldbrände weitere Teile ihres Lebensraums.