| Ureinwohner aus Amazonien vertreiben US-Ölmulti |
| Quelle: Greenpeace |
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Einen großen Erfolg haben die
U'wa, ein Indianerstamm in
Kolumbien, letzte Woche
erzielt. Der US-amerikanische
Ölmulti Oxy (Occidental
Petroleum Company) hat seine
langjährigen Untersuchungen und
Probebohrungen auf dem
Territorium der U'wa in
Amazonien endgültig aufgegeben.
Oxy ließ knapp verlauten, dass
man sich aus technischen
Gründen zurückgezogen habe.
Anfang der 90er hatte Oxy von der kolumbianischen Regierung die Lizenz zur Erforschung des Territoriums bekommen. Allerdings wurde die indigene Bevölkerung nicht um ihre Zustimmung gebeten, wie es das Gesetz vorsieht. Daraufhin kämpften die U'wa unterstützt von Umweltschützern und Menschenrechtlern jahrelang gegen das Eindringen auf ihr angestammtes Land. Für ihr Engagement wurde den Ureinwohnern 1998 der renommierte Goldman-Umweltpreis verliehen. Von Oxy veranlasste Studien, die über 100 Millionen Dollar kosteten, hatten Hoffnung auf eine gigantische Ölausbeute gemacht. Doch kürzlich vorgenommene Bohrungen brachten kein Öl zu Tage. Ein Geologe, der nicht genannt werden wollte, bezeichnete den abrupten Rückzug angesichts der großen Erwartungen und des hohen Preises als sehr ungewöhnlich. Dass große Ölmengen vorhanden sind, ist für die U'wa selbst keine Frage. Für sie ist Öl das Blut der Erde und somit ein wichtiges Element in ihrer Weltsicht. Sie glauben, dass ihre spirituellen Anführer die unterirdischen Ölfelder durch Beten und Fasten unter den Bohrfeldern des Ölmultis zum Verschwinden gebracht haben. Möglicherweise ist der Erfolg der U'wa nicht von Dauer: Die staatliche kolumbianische Ölfirma Ecopetrol hat bereits Interesse an einer Fortsetzung der Ölbohrungen gezeigt. |