| G8-Delegierte unter Bärenschutz |
| Quelle: Greenpeace |
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Wenn am 26. und 27. Juni der
G8-Gipfel im Kananaskis Country
stattfindet, soll das Gebiet um
den Tagungsort bärensicher
sein. Die Tiere werden
eingefangen und mit Hilfe von
Betäubungsspritzen ruhig
gestellt. Dann werden sie mit
einem Funk-Halsband versehen
und wieder frei gelassen. Über
Monitore kann so jede ihrer
Bewegungen verfolgt werden.
Außerdem sollen Hunde
eingesetzt werden, um jeden
Grizzly zu verjagen, der einem
der Politiker oder dem
Sicherheitspersonal zu nahe
kommt.
Umweltschützer bezeichnen die Aktivitäten zum Schutz der G8-Delegierten als paranoid und eine völlige Verzerrung dessen, was man über die Bären wisse. Im Erholungsgebiet nahe des Konferenzortes leben rund 40 Grizzlybären. Probleme verursachen die Tiere in der Regel nicht. In den letzten 100 Jahren ist nur ein einziger Fall bekannt geworden, bei dem ein Mensch von einem Grizzly getötet wurde. Behördliche Tierschützer sind der Meinung, dass die Schutzmaßnahmen auch den Bären selber zugute kommen. So seien sie während des Gipfels vor überbesorgten Sicherheitskräften geschützt, die anderenfalls allzu schnell zur Schusswaffe greifen könnten. |