Besseres Klima durch weniger Pupser von Kühen und Schafen
Quelle: bild der wissenschaft online
Mit Hilfe des Pflanzeninhaltsstoffes Tannin könnte die Produktion des Treibhausgases Methan aus der Viehzucht deutlich gesenkt werden, fanden jetzt neuseeländische Forscher heraus.

Am Beispiel der Lotuspflanze zeigten die Agrarwissenschaftler des Neuseeländischen Forschungsinstituts für Landwirtschaft, AgResearch Grasslands, dass sich durch eine entsprechende Futterumstellung der Methanausstoß der großen Rind- und Schafherden des Landes um bis zu 16 Prozent senken ließe.

Dass hochwertiges Futter und Pflanzen und Tannin den Viehherden den Drang zum Methan-Pupser nehmen können, war bereits vorher bekannt. Die Höhe des Effektes durch den Stoff, der auch in Wein und Äpfeln enthalten ist, überraschte die Wissenschaftler jedoch.

Die Untersuchungen sind Teil eines Forschungsprogramms, mit dem Neuseeland Möglichkeiten sucht, um die Treibhausgas-Produktion der 45 Millionen Schafe und 8 Millionen Rinder des Landes zu senken. Da 43 Prozent der Treibhausgase des Landes als Nebenprodukt im Verdauungstrakt der Nutztiere entstehen, hofft das Land dadurch, den Vorgaben des Kyoto-Protokolls einen Schritt näher zu kommen.