| Beweise für Japans Bestechungsaktionen bei IWC-Mitgliedsländern |
| Quelle: Greenpeace |
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Greenpeace hat mit dem
ehemaligen Umweltminister des
Karibikstaates Dominika,
Atherton Martin, eine
Indiziensammlung
veröffentlicht, die den
Stimmenkauf Japans in der
Internationalen
Walfangkommission (IWC)
eindeutig belegt. Martin trat
vor zwei Jahren von seinem
Posten zurück, nachdem sein
Land bei der IWC-Sitzung in
Australien gegen die
Einrichtung eines
Walschutzgebietes im Südpazifik
gestimmt hatte. Der Ex-Minister
tourt zurzeit durch Europa, um
auf die Bestechungsversuche der
japanischen Regierung
aufmerksam zu machen.
Der am Freitag in Stockholm vorgelegte Bericht beweist, dass Dominika von Japan sieben Millionen Dollar Fischereihilfe erhalten hat, seit der Inselstaat 1992 der IWC beigetreten ist. Die Zahlung der Gelder ist an die Bedingung geknüpft, dass Dominika auf den Versammlungen der Internationalen Walfangkommission im Sinne Japans stimmt. Die japanische Regierung kaufte mit insgesamt 29 Millionen Dollar nachweislich auch die Stimmen der Karibikstaaten St. Lucia, St. Vincent, der Grenadinen sowie Antigua-Barbudas. Im Vorfeld der Hauptversammlung der IWC im Mai versucht Japan auch seine eigene Bevölkerung auf einen Pro-Walfangkurs einzustimmen. In einer großangelegten Werbekampagne verteilte die Fischereibehörde in der Innenstadt Tokios kostenlose Walprodukte. Walfleisch gilt in Japan als Delikatesse, die für viel Geld in Feinschmeckerrestaurants angeboten wird. Sollte das Walfangverbot auf der IWC-Versammlung in der Hafenstadt Shimonoseki jedoch gekippt werden, könnte sich Walfleisch zum Massenprodukt entwickeln. Einen Vorgeschmack darauf bietet nun ein Fast-Food-Restaurant in direkter Nachbarschaft des Tagungsortes an: Für umgerechnet 2.50 Euro können sich japanische Jugendliche dort schon jetzt mit "Walburgern" versorgen. Weitere Meldungen zum Thema: (19.04.2002) Weltweite Pottwalpopulation wesentlich kleiner als erwartet (11.04.2002) Japans Werbefeldzug für kommerziellen Walfang (05.04.2002) Japanischer Walfang: 440 Zwergwale getötet (07.03.2002) Japan will ab Mai norwegisches Walfleisch importieren (07.03.2002) Japan will gefährdete Wale töten Regierung wahrt nicht einmal mehr den Anschein 'wissenschaftlicher Forschung' |