| WWF startet Kooperation mit der Krombacher Brauerei zum Schutz des Tropenwaldes |
| Quelle:World Wide Fund For Nature |
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(26.04.2002) Der WWF hat für den Schutz des Regenwaldes einen neuen Partner
gefunden: Die Krombacher Brauerei koppelt ihre neue Werbekampagne an ein Naturschutzprojekt in
Zentralafrika. Günther Jauch wirbt in den neuen Spots der Brauerei nicht nur für Bier, sondern
zugleich für den Erhalt der Regenwälder. Krombacher zahlt im Gegenzug in den nächsten drei Monaten
für jeden verkauften Kasten Bier einen festen Betrag an den WWF, der damit das Tropenwaldprojekt
Dzanga-Sangha im Herzen Afrikas vorantreibt. Die Initiatoren hoffen, dass auf diese Weise bis
Ende Juli eine hohe sechsstellige Summe für einen der artenreichsten Wälder der Erde zusammen
kommt.
Der Regenwald braucht Freunde und wir sind froh, dass wir bei den Krombachern Freunde gefunden haben, freut sich Olav Bouman, Marketingleiter des WWF Deutschland. Die Kooperation sei innovativ und finde hoffentlich Nachahmer. Langfristiges Ziel sei es, einen so genannten Umweltfonds ins Leben zu rufen. Aus den Erträgen des Fonds sollen die laufenden Kosten für den Schutz des tropischen Waldes dauerhaft gedeckt werden. Finanziert werden z.B. die Wildhüter, die im Gebiet patrouillieren und Maßnahmen für einen sanften Tourismus in der Region. Aussichtsplattformen werden gebaut und Informationsangebote für Besucher entwickelt. Ziel dieser Maßnahmen ist es, den Raubbau zu beenden und alternative Einkommensmöglichkeiten für die Einheimischen zu schaffen. Dzanga-Sangha ist Teil des zentralafrikanischen Tropenwaldmassivs. In diesem zweitgrößten zusammenhängenden Regenwald der Erde wachsen mehr als 8.000 Pflanzenarten. Über 400 Säugetierarten sind hier zuhause, viele davon sind vom Aussterben bedroht. In der Region leben Waldelefanten, Flachlandgorillas, Schimpansen und Bongo-Antilopen. Mehr als 380 Vogelarten bevölkern die Wipfel der Wälder und Dzanga-Sangha ist berühmt für seine Vielfalt an tropischen Schmetterlingen. Der WWF engagiert sich seit 1988 in der Region. In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) und dem zentralafrikanischen Forstministerium ist es gelungen, einen Nationalpark auszuweisen. Die Einrichtung von Parken allein reicht leider noch nicht. Für den Schutz der Natur zu kämpfen, heißt auch für die Finanzierung zu sorgen, betont WWF-Projektleiter Uwe Klug. Deshalb kommt das Engagement von Krombacher wie gerufen. Durch die Initiative komme man dem Ziel, den Regenwald dauerhaft zu schützen, einen wichtigen Schritt näher. Bis dahin sei noch ein weiter Weg zurückzulegen. Noch immer seien die Wälder stark gefährdet. Verantwortungslose Holzkonzerne, illegale Diamantensucher und Wilderer betreiben einen maßlosen Raubbau an der Natur. |