| Genetisch veränderter Mais außer Kontrolle |
| Quelle: Greenpeace |
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Gentechnisch veränderte
Maissorten haben in weiten
Teilen Mexikos das Erbgut
traditioneller Maispflanzen
kontaminiert. Mehr als 95
Prozent der Maisfelder in den
Bundesstaaten Oaxaca und Pueblo
zeigten eindeutige Anzeichen
einer Verseuchung durch
transgene Pflanzen, berichtet
jetzt eine mexikanische
Regierungsstudie. Noch vor zwei
Wochen zog das Fachblatt Nature
einen Artikel mit ähnlich
lautenden Forschungsergebnissen
zurück. Namhafte
Wissenschaftler hatten
behauptet die Resultate seien
unseriös.
"Die genetische Kontamination mexikanischer Wildpflanzen findet statt", räumt Exquiel Ezcurra vom mexikanischen Umweltministerium die letzten Zweifel aus. "Durchschnittlich sind acht Prozent aller Pflanzen genverseucht, auf einigen Feldern sind es weit mehr als zehn Prozent." Die höchsten Kontaminationsraten fanden die Wissenschaftler in der Nähe von kommerziellen Maisfeldern und am Rande von Hauptstrassen. Noch ist nicht genau geklärt, wie der gentechnisch veränderte Mais überhaupt nach Mexiko gelangt ist, denn seit 1998 ist dort der Anbau von Gen-Sorten strikt verboten. Möglicherweise haben Landwirte unwissentlich transgenes Saatgut aus den USA importiert. Jedenfalls belegen die neuen Ergebnisse aus Mexiko in erschreckender Weise die Risiken der "Grünen Gentechnik". Führende Wissenschaftler warnen schon seit Jahren, dass Gen-Pflanzen die Existenz von Wildpflanzen und damit die Biodiversität insgesamt bedrohen. |