Gifttransporteur Sandsturm
Quelle: Greenpeace
Eine giftige Suppe aus Ozon, Treibhaus- und Abgasen, Pestiziden, Insekten, Bakterien und Viren sind die Begleiterscheinungen der schweren Sandstürme in China und Afrika. Einem Schneepflug gleich schieben die Stürme die ungesunde Mixtur tausende von Kilometer vor sich her. So können US-Wissenschaftler immer häufiger die Hinterlassenschaften aus China in der Atmosphäre der USA nachweisen. Während das Amazonasgebiet mit Schadstoffen aus Afrika "versorgt" wird.

Neueste Studien gehen davon aus, dass einige Bodenpilze aus Afrika für ein großflächiges Korallensterben in der Karibik verantwortlich seien. Auch eine bakterielle Zitrusfruchtkrankheit, die die Plantagen in Florida heimsucht, soll ihren Ursprung in Afrika haben. Und afrikanischer Staub, der sehr Eisen haltig ist, könnte eine Rolle bei der "Rote Flut" genannten starken Vermehrung von giftigen Algen im Meer spielen.

Sandstürme toben schon seit ewigen Zeiten über die Erde. Forscher nehmen jedoch an, dass verlängerte Dürrezeiten und sich ausbreitende Wüsten die Hauptursache für die immer stärker werdenden Stürme der jüngsten Zeit sind. Bereits seit den 70er Jahren beobachten sie das Phänomen in Afrika und in den letzten Jahren auch in China. Im vergangenen Jahr tobte in dem asiatischen Land ein rekordverdächtiger Sandsturm, der zunächst die USA erreichte und erst mitten über dem Atlantik auf dem Weg nach Europa verebbte.