Japanischer Walfang: 440 Zwergwale getötet
Quelle: Greenpeace
Die japanischen Walfänger haben ihre Jagdsaison in der Antarktis beendet und befinden sich auf dem Heimweg. An Bord der aus fünf Schiffen bestehenden Flotte befinden sich 440 getötete Zwergwale. Ihre Ankunft in der südwestjapanischen Hafenstadt Shimonoseki wird für Ende der Woche erwartet. Japan deklariert seine alljährliche Jagd auf die Meeressäuger als Forschungsprogramm. Nur so kann es das Internationale Walfangverbot umgehen. Die Jagd habe jedoch mit der Wissenschaft nichts zu tun, kritisierten Walfanggegner.

Ein Großteil des Walfleisches wird in den kommenden Wochen auf japanischen Märkten feil geboten. Der Wert der rund 2000 Tonnen Fleisch wird auf 48 Millionen Dollar geschätzt. Das von japanischen Feinschmeckern als Delikatesse begehrte Walfleisch wird mit der Begründung auf dem freien Markt verkauft, dass mit den Erlösen die Kosten für die Walforschung finanziert werden.

"Diese Jagd ist ein Schlag ins Gesicht der Internationalen Walfangkommission", sagt der Greenpeace Meeresexpete Thilo Maack. Im Mai versammeln sich die Mitglieder der Kommission in Shimonoseki zu ihrer Jahrestagung. Bereits Anfang Juni würden die nächsten japanischen Walfänger in Richtung Nordpazifik auslaufen. Dort wollen sie weitere 160 Groß- und Kleinwale jagen, darunter auch die bedrohten Seiwale.