| Erste Handelskette verbannt Gen-Soja aus Ställen |
| Quelle: Greenpeace |
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(03.04.2002) Seit Dienstag können
Verbraucher auch im Supermarkt Fleisch kaufen, das
von Tieren stammt, die nachweislich nicht mit
Gen-Soja gefüttert wurden. Als erste deutsche
Handelskette bietet das Unternehmen "Bremke und
Hoester" aus dem nordrhein-westfälischen Arnsberg
an seinen Fleischtheken in "famila"- und
"combi"-Märkten gentechnikfreies Fleisch an.
"Das ist ein Signal für die gesamte Lebens- mittelbranche, endlich für mehr Qualität und Verbraucherschutz zu sorgen", sagt Greenpeace-Sprecher Christoph Then. "Die Famila-Märkte zeigen, wie man viele Missstände in der Tierhaltung beseitigt, ohne dass dem Verbraucher die Preise über den Kopf wachsen. Gen-Soja und Antibiotika müssen raus aus den Futtermitteln." In den letzten Wochen führte Greenpeace Gespräche mit "Bremke und Hoerster" und begrüßt die Entscheidung ausdrücklich. Schweine und Rinder, die für das Frischfleischangebot der Marke "Arnsberger" gehalten werden, bekommen weder Gen-Soja noch antibiotische Leistungsförderer ins Futter. Um lange Tiertransporte zu vermeiden, stammen die Tiere aus landwirtschaftlichen Betrieben aus dem Sauerland und dem nördlichen Münsterland. Die Haltung und Aufzucht der Tiere wird die Handelskette genau dokumentieren. Die Verbesserungen der Arnsberger Handelskette gehen weit über das hinaus, was nach dem neuen "QS"-Siegel für Fleischprodukte gefordert wird. Nach dem von der Fleischwirtschaft entwickelten "QS"-Siegel soll Gen-Soja im Futter weiter zulässig sein, Antibiotika-Leistungsförderer sind bis 2004 erlaubt. Das Siegel setzt auch keine besseren Standards im Tierschutz. Dazu merkt Then an: "Das QS-Siegel wird in erster Linie den Unternehmen dienen, die die Massentierhaltung ohne wesentliche Änderung fortsetzen wollen." Greenpeace verhandelt derzeit auch mit anderen Supermarktketten über die Einführung von Produkten, für deren Herstellung höhere Standards in der Tierhaltung gelten. Besonders Unternehmen wie Tengelmann (Plus-Märkte, Kaiser's und A&P) und Rewe (Penny, miniMal und toom) sind gefordert, keine Produkte aus Massentierhaltung mehr anzubieten. Tengelmann will immerhin das Futter der Tiere für die Fleischmarke "Birkenhof" bis zum nächsten Jahr weitestgehend gentechnikfrei bekommen. |