| Russland verzögert Klimaschutzprotokoll |
| Quelle: Greenpeace |
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(03.04.2002) Das Inkrafttreten des
Klimaschutzabkommens von Kyoto
könnte sich bis in den Herbst
verzögern. Der Grund: Russland
macht seine Unterschrift unter
das Kytoprotokoll von der
Zusage Japans und der
EU-Ländern zur Abnahme seiner
überschüssigen
Emissionszertifikate abhängig.
Russland wird seine vom Klimaschutzabkommen vorgegebenen Emissionsmengen für das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) voraussichtlich weit unterschreiten und bekommt dafür so genannte Umwelt- oder Emissionszertifikate gutgeschrieben. Im Kyoto-Protokoll ist vorgesehen, dass überschüssige Umweltzertifikate an Länder verkaufen werden dürfen, die sonst nicht die Klimaschutzziele erreichen würden. Nachdem die USA als größter Produzent von CO2 aus dem Abkommen ausgestiegen sind, bleiben nur noch die EU und Japan als attraktive Zertifikatkäufer. Die EU-Länder wollen jedoch keine Zertifikate von Ländern außerhalb der Union erstehen. Japan wiederum kann die Ziele des Kyotoprotokolls nicht allein erreichen. Es ist auf den Kauf von Emissionsrechten angewiesen. Es wird angenommen, dass Russland die Situation Japans ausnutzt und versuchen wird, einen möglichst hohen Preis zu erzielen. Dies ist durchaus im Sinne des Kyoto-Abkommens. Durch den freien Handel mit Emissionszertifikaten soll der Anreiz zur Reduzierung von Treibhausgasen erhöht werden. |