| EU finanziert grausame Tierversuche an Schimpansen |
| Quelle: Schweizerische Gesellschaft für Tierschutz |
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"Als Hölle der Affen", bezeichnen Tierschützer das einzige
Tierversuchslabor in Europa in dem noch Versuche an Schimpansen durchgeführt
werden. Rund 1.500 Primaten darunter 112 der nächsten Verwandten des Menschen
fristen im Biomedical Primate Research Center (BPRC) im niederländischen Rijwijk ein
trostloses Dasein. Die Tiere werden mit HIV, Hepatitis C oder anderen
Krankheitserregern infiziert - oder als Gebärmaschinen missbraucht. Die meisten der
hoch intelligenten Affen vegetieren in Isolierhaft dahin. In winzigen Metallkäfigen sind sie
unendlicher Monotonie ausgesetzt, ohne jegliche Beschäftigungsmöglichkeit und ohne
jeden Sozialkontakt zu Artgenossen. "Besonders skandalös ist, dass diese sinnlose
Tierqual mit EU-Geldern in Höhe von jährlich 2,21 Millionen Euro subventioniert wird",
erklärt Rita Dubois, Geschäftsführerin der Schweizerischen Gesellschaft für
Tierschutz/ProTier (SGT/ProTier).
Die SGT/ProTier setzt sich gemeinsam mit anderen europäischen Tierschutzorganisationen für eine Auflösung des BPRC ein. "Während Länder wie Grossbritannien oder Neuseeland Versuche an Menschenaffen wegen ethischer Bedenken bereits verboten haben, kennt man in den Niederlanden offenbar keine Skrupel, selbst wenn die Versuche wissenschaftlich keinen Sinn machen", sagt Rita Dubois. Eine direkte Übertragung von Tierversuchsergebnissen auf den Menschen ist ebenso umstritten wie riskant. So wurde bereits in den Neunziger Jahren klar, dass Schimpansen für die AIDS-Forschung völlig ungeeignet sind. Man kann sie zwar mit dem HIV-Virus infizieren, jedoch bricht die Krankheit bei ihnen nicht aus. Die Tierschützer wollen die Primaten in Auffangstationen unterbringen, wo sie ein weitgehend artgerechtes Leben führen könnten. Eine niederländische Organisation hat bereits angeboten, die 112 Schimpansen des BPRC in einer Auffangstation in Spanien aufzunehmen. |