| Überwiegende Mehrheit der Bundesbürger für Dosenpfand |
| Quelle: Deutsche Umwelthilfe |
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Die überwiegende Mehrheit der
Bundesbürger begrüßt die Entscheidung der Bundesregierung, ab dem 1. Januar
2003 ein Pflichtpfand auf Getränkedosen und Einwegflaschen einzuführen.
Bei einer vom ZDF nach der Entscheidung gestarteten Online-Umfrage im Internet
beteiligten sich bis Samstagnachmittag, 23. März (16:15 Uhr) insgesamt 3077
Personen. Zwei von drei Bürgern (66%) stimmten für die Einführung eines Pfands
auf Einwegverpackungen. Weitere 16 Prozent sprachen sich gar dafür aus,
Einwegverpackungen ganz abzuschaffen. Nur jeder sechste Befragte (16%) ist
gegen das Dosenpfand.
Die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) und der Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels (GFGH) begrüßten die breite Unterstützung der Bevölkerung für das Dosenpfand. Dieses Ergebnis schließt nahtlos an die Resultate der Umfragen der letzten beiden Jahre an. "Es wird damit klar, dass der Mehrwegschutz in der Bevölkerung Deutschlands tief verankert ist", so Günther Guder, geschäftsführender Vorstand des GFGH. Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH sieht in dieser hohen Zustimmung auch eine klare Absage der Bevölkerung an die "Ex-und-hopp" Mentalität einiger großer Handelsketten, die mit ihrem sinnlosen Widerstand gegen das Pflichtpfand ein "Recht auf Vermüllung der Landschaft" einfordern. In weiteren Umfragen mit allerdings geringerer Beteiligung des Nachrichtensenders N-TV sowie dem Bayerischen Rundfunk befürwortete ebenfalls der überwiegende Teil der Befragten das Dosenpfand. In Bayern erreichte die Zustimmungsquote sogar knapp 97 Prozent. "Das sollte dem bayerischen Ministerpräsidenten Stoiber zu denken geben", so Guder. |