Primitiver Horndinosaurier gefunden
Quelle: bild der wissenschaft online
In China haben Forscher einen urtümlichen Verwandten des gehörnten Pflanzenfressers Triceratops gefunden. Die Forscher um Xing Xu von der chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking stellen Liaoceratops yanzigounsis im Fachblatt Nature (Bd. 416, S. 314) vor.

Wie die Forscher berichten, lebte der Dinosaurier, der etwa so groß wie ein Hund war, zu Beginn der Kreidezeit vor etwa 130 Millionen Jahren. Xu und Kollegen fanden den gut erhaltenen Schädel eines noch nicht ausgewachsenen Exemplars in der berühmten Yixian-Formation, die vor allem für die dort entdeckten gefiederten Dinosaurier bekannt ist.

Liaoceratops hatte einen Mund, der eher einem Papageienschnabel glich, und einen kleinen Schultergürtel. Wie die Forscher schreiben, ist die Art der älteste bislang bekannte Vertreter der Neoceratopsiden, einer von zwei Untergruppen der Horndinosaurier. Die Neoceratopsiden, zu denen auch der tonnenschwere Triceratops mit seinen drei Hörnern zählte, zeichneten sich durch ihre teilweise extravaganten Schultergürtel aus. Das Kennzeichen der zweiten Gruppe, der Psittacosauriden, war ihr schnabelförmiger Mund. Bislang hatten Paläontologen gedacht, dass sich die Wege der beiden Gruppen erst während der Kreidezeit getrennt hätten. Der neue Fund belegt, dass dies schon viel früher geschehen sein muss.

Der kurze Schultergürtel von Liaoceratosp legt außerdem nahe, dass an den beeindruckenden Panzern, die nach Meinung von Experten für die Balz dienten, wohl ursprünglich Muskeln befestigt waren.