Verbot der Fuchsjagd mit Hunden in Schottland
Schottland hat als erste Region Großbritanniens die umstrittene Fuchsjagd mit hetzenden Hunden ("Hundemeuten") verboten. Verstöße gegen die Jahrhunderte alte "Traditionsjagd" werden künftig mit bis zu sechs Monaten Gefängnis bestraft.
Quelle: Die grüne Presseagentur
Tierrechts- und Tierschutzorganisationen hätten damit das wichtige Etappenziel erreicht, dass jetzt wenigstens in Schottland ein grausamer, barbarischer und überflüssiger Zeitvertreib für die Reichen ein Ende gefunden habe, so die Tierrechtsorganisation TUN - Tier- und Naturschutz e.V. in einer Pressemitteilung.
Die Jäger indessen akzeptieren keine Gesetze, die gegen sie gerichtet sind. Wie von ihren Sprechern verlautet, wollen sie "gewaltsam Widerstand leisten", "nicht kapitulieren" und sogar "bereit zum Sterben" für ihre anachronistischen Überzeugungen sein. David Thomas, Sprecher eines Jagdvereins: "... ich will mich auf ein Pferd setzen und einen Fuchs jagen können".
Die unbelehrbaren Jäger sehen sich zunehmend auch dem Widerstand von Jagdsaboteuren ("hunt-sabs") ausgesetzt. Diese verfügen über teure Original-Hörner, um die Hunde der Jäger zu irritieren. Ebenso, so Jagdsaboteur Simon W., würden Sprays von Zitronen-Extrakten eingesetzt, die es den Hunden unmöglich machen, die Fährte der aufgescheuchten Füchse aufzunehmen.
Hans-Jürgen Lutz, Präsident von TUN*: "Ohne den mutigen Widerstand der Jagdgegner werden die zu Tode gehetzten und erschöpften Füchse von der Hundemeute bei lebendigem Leibe zerrissen."