Frankfurter Opernball ließ Wachteln servieren - ein Schlag ins Gesicht für den Tierschutz!
Traditioneller Frankfurter Opernball in der Alten Oper - Politiker, Stars, Sternchen und solche, die sich dafür halten, gaben sich am vergangenen Samstagabend ihr Stelldichein:
Quelle: Die grüne Presseagentur
Angela Merkel (gescheiterte Kanzlerkandidatin), Roland Koch (Ministerpräsident Hessen), Wolfgang Gerhardt (FDP-Fraktionsvorsitzender), Petra Roth (OB Ffm.), Hans-Dietrich Genscher, Hilmar Hoffmann (ehemaliger Kulturdezernent Ffm.), Al Martino, Geraldine Chaplin, Franco Nero, Arabella Kiesbauer, usw.

Die Peinlichkeiten begannen schon vor dem Eingang. Man hatte es nicht versäumt, wahrscheinlich bezahlte Claqueure ("Beifallsklatscher") zu postieren, damit manche Politiker auch mal Beifall erhalten und sich schon mal positiv auf den Ball einstimmen können.

Peinlich auch der quasi Dauer-Auftritt des Hessischen Rundfunks. Mit großem Aufgebot berichtete das Hessenfernsehen stundenlang live von dem "Gesellschaftsereignis".

Veranstalter Manfred Pasenau nutzte den Ball, um seine Überzeugung vom Ausbau des Frankfurter Flughafens rüberzubringen. In einer Anzeige in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" formuliert er: "Den Frankfurter Opernball besuchen internationale Gäste. Und die wünschen eine kurze Anreise." Auch der ehemalige Außenminister Genscher sekundiert und zeigt damit, dass ihm egoistische wirtschaftliche Interessen über die berechtigten Interessen der ohnehin schon belasteten Rhein-Main-Bevölkerung nach Ruhe und Gesundheit gehen: "Der Flughafen muß dringend ausgebaut werden" (wie bekannt, er muß schließlich nicht hier wohnen und den täglichen und nächtlichen Fluglärmterror ertragen).

Ein starkes Stück, so TUN - Tier- und Naturschutz e.V.* in einer Presseerklärung, sei es gewesen, dass man zum Verzehr Waldorfsalat mit Wachtelbrüstchen anbot!

Hans-Jürgen Lutz, Präsident der ältesten Tierrechtsorganisation Europas":

"Da kämpfen wir seit unserem Bestehen - zum Teil unter Einsatz unseres Lebens - gegen den Vogelmord in Italien und im übrigen Europa, und hier schlägt man uns mit solcherlei "Köstlichkeiten" ins Gesicht! Hier mangelt es an Fingerspitzengefühl - und dass der Erlös der Tombola auch noch dem WWF "zum Schutze der Schweinswale" zukommen soll, macht diese Peinlichkeit noch brisanter."