Forscher: Tyrannosaurus Rex war ein behäbiger Zeitgenosse
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Der legendäre Dinosaurier Tyrannosaurus Rex war kein schneller Läufer, sondern in Wirklichkeit ein eher behäbiger Zeitgenosse. Nicht mit bis zu 70 Kilometer in der Stunde, wie viele behaupten, rannte er über die Ebenen der Jurazeit, sondern nur mit 16 bis allenfalls 40 Stundenkilometern. Das haben amerikanische Forscher in Computersimulationen herausgefunden.
Um Spitzengeschwindigkeiten von 70 Kilometern in der Stunde zu erreichen, hätte der Tyrannosaurus Rex zu 86 Prozent aus Beinmuskeln bestehen müssen, schreiben die Biomechaniker John Hutchinson und Mariano Garcia im Fachmagazin "Nature" (Ausg. 415, Nr. 6875). Dies sei absolut unrealistisch, da dann nur noch ein kleiner Rest von 14 Prozent der Gesamtmasse für Knochen, Organe und andere Muskeln übrigbliebe.
Den Berechnungen liegt ein Computermodell zugrunde, das den Aufbau des Bewegungsapparats, den erforderlichen Kraftaufwand und die Laufgeschwindigkeit von Zwei- und Vierbeinern ins Verhältnis setzt. Bei den Simulationen zeigte sich, dass die fürs schnelle Laufen erforderliche Muskelmasse mit der Größe und Masse des Tiere extrem ansteigt. Ein Hühnchen von der Größe eines Tyrannosaurus Rex beispielsweise hätte mit seinen vergleichsweise dünnen Beinen nicht einmal gehen können, so Hutchinson. Auch Monsterwesen wie Godzilla und King Kong seien physikalische Unmöglichkeiten.
Bereits vor einigen Monaten hatte ein amerikanischer Paläontologe am Ruf des T. Rex als blutrünstiges Monster gekratzt: Er sei nichts anderes als ein gemächlich umherstreifender Aasfresser gewesen, schrieb Jack Horner in der Fachzeitschrift "Dinosaur Magazine".