Brasilien beschlagnahmt Mahagoni
Quelle: Greenpeace
Der brasilianischen Umweltbehörde IBAMA ist ein schwerer Schlag gegen die Mahagoni-Mafia gelungen: Die Beamten beschlagnahmten im amazonischen Regenwald mit Hilfe der Armee und lokaler Polizeikräfte über 6000 Kubikmeter illegal gefällter Mahagoni-Stämme. Das konfiszierte Edelholz hat einen Marktwert von über 25 Millionen Dollar.
Das wertvolle Schmuggelgut lagerte nach Angaben der IBAMA auf einem Gelände mitten im amazonischen Dschungel. Dort entdeckten die Einsatzkräfte außerdem 28 Lastwagen und zwei Flugzeuge, die für den Transport der Mahagoni-Stämme bereit standen. Jetzt wird das Tropenholz in den Hafen der Stadt Altamira im Bundesstaat Pará gebracht und soll dort für soziale Wohnprojekte genutzt werden.
Die Konfiszierung des Mahagoni-Holzes ist der bisher größte Erfolg einer breit angelegten Kampagne gegen den Einschlag und Schmuggel des Edelholzes. In der so genannten "Operation Rettung" geht die IBAMA seit Anfang Februar gemeinsam mit Armee und Polizeikräften massiv gegen die Mahagoni-Mafia vor. Die Regierung in Brasilia verbot das Fällen von Mahagoni-Bäumen erst im Oktober 2001, nachdem Greenpeace mit Bildern und Videoaufnahmen den großflächigen Kahlschlag von Mahagoni-Wäldern auf Indianerland dokumentiert hatte.