| Kidnapping dominanter Männchen schützt bedrohte Arten |
| Quelle: bild der wissenschaft online |
| Wem bei der Brunft von einem vorlauten Männchen die Show gestohlen wurde, erhält möglicherweise bald von Naturschützern Hilfe - zumindest wenn er zu einer bedrohten Spezies gehört. Stark geschrumpfte Tierbestände gefährden sich zusätzlich selbst, wenn sich in ihnen nur dominante Männchen vermehren, erklären Forscher vom Zoo in San Diego im Fachblatt "New Scientist". |
| Die dominanten Männchen verdrängen die genetische Vielfalt einer Population, wenn sie Konkurrenten von den Weibchen fernhalten. Dies schwächt die Art gegenüber Krankheiten, Feinden und Klimaveränderungen, sagen die Forscher. Ihr Rat: In der Fortpflanzungszeit die dominanten Männchen kidnappen, damit auch andere zum Zuge kommen. |
| Die Wissenschaftler um Allison Alberts haben das Prinzip an Leguanen in Guantanamo Bay auf Kuba erprobt. Zur Brutzeit fingen sie die fünf ranghöchsten Männchen ein und setzten sie erst sechs Wochen später wieder aus. In der Zwischenzeit fanden ihre schwächeren Geschlechtsgenossen ausreichend Gelegenheit, eigenen Nachwuchs zu zeugen. Auf die Weise können bedrohte Arten genetisch gestärkt werden, ohne dass gravierend in die Population und deren Lebensraum eingegriffen werden muss, erklären die Forscher. |