Briten wollen Import-Stopp für illegal gefälltes Urwald-Holz
Quelle: Greenpeace
In der EU geht das meiste illegal geschlagene Regenwald-Holz nach Großbritannien. Aus diesem Grunde hat Greenpeace im Vereinigten Königreich eine Meinungsumfrage in Auftrag gegeben: Wie stehen die Briten zur illegalen Abholzung der Regenwälder? Dabei kam heraus, dass 87 Prozent der Bevölkerung einen Importverbot von illegal geschlagenem Urwaldholz gutheißen. 80 Prozent befürworten außerdem, dass die Regierung künftig einen internationalen Fond unterstützt, den Greenpeace zum Schutz der noch existierenden Urwaldbestände fordert.
Die Meinungsumfrage bildet den Auftakt zur jüngsten Urwald-Kampagne von Greenpeace. Sie steht unter dem Motto: "Retten oder vernichten" Die Ergebnisse der Umfrage wurden am Dienstag dem britischen Umweltminister Michael Meacher übergeben. Als Gorillas und Tiger verkleidete Aktivisten zogen durch Londons Straßen und überreichten die Studie Politikern und Vertretern der Holzwirtschaft.
Urwälder stellen den Lebensraum für zwei Drittel aller landlebenden Pflanzen- und Tierarten dar. 80 Prozent aller ursprünglich existierenden Urwäldgebiete sind jedoch bereits zerstört. Vor zehn Jahren unterzeichneten Regierungen auf dem Weltumweltgipfel in Rio ein Abkommen zum Schutz der Urwälder. Trotzdem sind seit dem Regenwaldgebiete, größer als Frankreich und Spanien zusammen, für immer von der Landkarte verschwunden. Im April findet in Den Haag der Urwaldgipfel statt. Die Regierungen haben dann die Möglichkeit, dem Wunsch nach Erhalt der Urwälder Rechnung zu tragen.