Russischen Piratenfischern das Handwerk gelegt
Quelle: Greenpeace
Ein australisches Militärschiff hat innerhalb von 24 Stunden zwei unter russischer Flagge laufende Piratenfischerboote aufgebracht. Wie am Mittwoch bekannt wurde, hatten beide Boote insgesamt 200 Tonnen illegal gefischten Seehecht im Wert von rund 1,25 Millionen US-Dollar an Bord. Die Aktion fand bei hohem Seegang 2.200 Seemeilen vor der südwestaustralischen Küste statt. Die bewaffneten Beamten seilten sich von einem Helikopter aus ab, um an Deck der russischen Boote zu gelangen. Dort trafen sie auf einigen Widerstand. Beide Schiffe sind jetzt auf dem Weg nach Fremantle, im Westen Australiens. Den Eigentümern drohen Geldstrafen bis zu 250.000 US-Dollar und die Beschlagnahme der Schiffe.
Die vom Aussterben bedrohten Seehechte werden mit bis zu 130 Kilometer langen "Langleinen" gefangen, an denen bis zu 30.000 Haken befestigt sind. Neben den Seehechten fallen ihnen auch viele Seevögel zum Opfer, die von den aufgespießten Ködern angelockt werden und sich an den Haken verfangen. Der Fang des Seehechts ist durch die "Konvention zum Schutz der lebenden Meereschätze in der Antarktis" (CCAMLR) geregelt. Die Bestände werden jedoch massiv dezimiert, weil beinahe das Vierfache der festgelegten Fangquoten durch die illegale Fischerei aus dem Meer geholt wird.