Shark-Finning in den USA verboten
Quelle: Greenpeace
Der National Marine Fisheries Service (NMFS) in den USA hat am Montag ein formelles Verbot des so genannten Shark-Finnings erlassen. Dabei werden den Haien bei lebendigem Leibe die Rückenflosse abgeschnitten und der halbtote Kadaver einfach zurück ins Meer geworfen. Das Verbot gilt in der 200 Seemeilenzone der USA. Es untersagt ebenfalls das Anlanden von Haifischflossen ohne den dazugehörigen Rumpf in amerikanischen Häfen.
Der behördliche Schritt wird von Umweltschützern als wichtige Maßnahme zum Erhalt der Haie begrüßt. Die Meeresbewohner hatten in den letzte Jahren unter dem sprunghaft angestiegenen Trend zum Shark-Finning zu leiden. So war in den 90ern diese brutale Tötungsart allein durch US-Schiffe um 2500 Prozent angestiegen. Haie gelten als besonders von der Plünderung der Meere bedroht. Sie wachsen nur langsam heran, erreichen erst relativ spät die Fortpflanzungsreife und haben dann in der Regel nur geringen Nachwuchs.
Haifischflossen sind die wichtigste Zutat für die berüchtigte Haifischflossensuppe. Für diese "Delikatesse" wird im asiatischen Raum pro Teller bis zu 100 Dollar gezahlt. "Wir danken den Abgeordneten und Senatoren dafür, dieser unverzeihliche Praxis ein Ende bereitet zu haben", sagte Dr. David Wilmot, Direktor der Umweltschutzorganisation "Ocean Wildlife Campaign". "Aber Haie und die anderen Meeresbewohner sind weiterhin von einer Reihe anderer Gefahren bedroht, zu denen auch die Überfischung gehört."