| Kahlschlag zerstört Indonesiens Regenwald in fünf Jahren |
| Quelle: Greenpeace |
| Die Zellstoff- und Papierindustrie Indonesiens betreibt die Abholzung des Regenwaldes mit einer solchen Geschwindigkeit, dass in bereits fünf Jahren kein Holz mehr zur Verfügung stehe. Dieses düstere Fazit zieht ein am Montag veröffentlichter Bericht der Umweltschutzorganisation "Friends of the Earth". Die Umweltschützer fürchten, dass seltene Tierarten, wie der Sumatra-Tiger und eine seltene Elefantenart, in einem der artenreichsten Regenwälder der Welt vom Aussterben bedroht sind. Experten gehen davon aus, dass schon 50 bis 70 Prozent des indonesischen Regenwaldes verschwunden sind. |
| Die Holzindustrie erhält in Indonesien Konzessionen zur Abholzung nur unter der Auflage, die betroffenden Waldbestände wiederaufzuforsten. Das geschieht durch schnellwachsende Akazienbäumen. Zwischen 1988 und 2000 wurden jedoch nur zehn Prozent des Nutzholzes aus Plantagen bezogen. |
| Umweltschützer haben vor kurzem die Aktivitäten der Asia Pacific Resource Holdings Ltd (bekannt als "APRIL") im Tesso-Nilo-Gebiet untersucht. Die Region ist eines der artenreichsten Tieflandgebiete der Welt, das Tiger, Gibbons, Tapire und eine große Vielfalt an Flora beherbergt. Innerhalb von zwei Monaten wurden 110 Holztransporter in der Region mit absoluten Abholzverbot aufgespürt, die sich auf dem Weg zur April-Papiermühle befanden, der größten der Welt. |
| "Die APRIL ist gerade dabei, einen neuen 1,9 Milliarden Euro-Kredit mit westlichen Banken zu verhandeln, während sie zu Hause Schwierigkeiten mit dem Holznachschub hat", sagt Ed Matthew, Mitautor des "Friend of the Earth"-Berichtes. "Dieser Bericht ist eine Warnung an Banken. Bevor sie in solche Industrien investieren, sollten sie überprüfen, ob die Unternehmen nachhaltig wirtschaften." |