China bietet den USA die 'gentechnische' Stirn
Quelle: Greenpeace
Vertreter einer US-Handelsdelegation haben am Mittwoch in Peking mitgeteilt, dass weitere Gespräche über die neuen, strikten Regeln für den Import von Gentech-Produkten notwendig seien. Zuvor hatten sie drei Tage lang versucht, die Details der Neuregelungen zu klären. Die Amerikaner hatten gehofft, Peking zu einem flexibleren Reglement zu bewegen. Doch nun wird die Zeit knapp: Der chinesische Agrarminister Du Qinglin sagte, dass die Regeln wie geplant am 20. März in Kraft treten werden.
Die neuen Importbestimmungen sehen vor, dass für biotechnologische Produkte eine Unbedenklichkeitsbescheinigung in China eingeholt werden muss, bevor der Liefervertrag unterzeichnet werden darf. Dazu muss der Nachweis erbracht werden, dass die Produkte keine Gefahr für Mensch, Tier oder Umwelt darstellen. Die chinesischen Behörden haben dann 270 Tage Zeit, darüber zu entscheiden. Das halten viele Händler für viel zu lang.
Die USA sind besonders besorgt, weil rund 70 Prozent ihrer angebauten Soja Gen-Pflanzen sind. Bisher exportierten US-Produzenten jährlich Sojabohen im Werte von einer Milliarde Dollar nach China. Aber auch Mais und Baumwolle aus den USA stammt teilweise von Gentech-Sorten. Sie könnten ebenfalls von den chinesischen Vorschriften betroffen sein.