Brasilien will Mahagoni-Handel unterbinden
Quelle: Greenpeace
Die brasilianische Regierung will ab sofort mit aller Härte gegen den illegalen Einschlag und Schmuggel von Mahagoni-Bäumen vorgehen. Polizeikräfte sollen mit militärischer Unterstützung Holzfäller stellen und ihre Schmuggelwege unterbrechen. Unter dem Namen "Operation Rettung" will die brasilianische Umweltbehörde (IBAMA) außerdem Tropenholz im Wert von 16 Millionen Dollar beschlagnahmen, das zurzeit in den Häfen Amazoniens lagert.
"Mit unseren Maßnahmen machen wir deutlich, dass unsere Gesellschaft den illegalen Mahagoni-Handel nicht länger duldet", sagte Hamilton Nobre Casara, Präsident von IBAMA. Mit Hubschraubern, Flugzeugen und Schiffen sollen Einsatzkräfte die Flüsse und Straßen im amazonischen Regenwald überwachen und Mahagoni-Schmuggler stellen. Holzfäller sollen bis tief in den Regenwald hinein verfolgt und verhaftet werden.
Die Regierung in Brasilia verbot das Fällen von Mahagoni-Bäumen im Oktober 2001, nachdem Greenpeace mit Bildern und Videoaufnahmen den großflächigen Kahlschlag von Mahagoni-Wäldern auf Indianerland dokumentiert hatte.
Die Ursachen des Kahlschlags sind vielfältig. Neben der Profitgier skrupelloser Holzschmuggler ist vor allem die Armut in Amazonien für die Zerstörung der Regenwälder verantwortlich. Solange den Holzfällern keine alternativen Einkommensquellen eröffnet werden, drohen die drastischen polizeilichen Maßnahmen das Elend der Bevölkerung noch zu verschlimmern.