| Walfleisch offizielles Schulessen in Japan |
| Quelle: Greenpeace |
| Japans Walfänger haben ein Absatzproblem. Den Fischhändlern gelang es 2000 nicht, die gesamten 750 Tonnen Walfleisch zu verkaufen. Rund 220 Tonnen blieben übrig. Auch die im letzten Jahr getöteten Minkewale - es waren über 400, was gut 1800 Tonnen Walfleisch entspricht - fanden nicht allesamt den Weg auf japanische Teller. Das stellte das Walforschungsinstitut in Tokio in einer neuen Studie fest. |
| Als einen Grund haben die Walforscher die schlechte Wirtschaftslage ausgemacht: Die Nachfrage nach Fisch und Meerestieren sei insgesamt gesunken, so Takumi Ikushima, leitender Angestellter des Instituts. Allerdings sei der Walfleischhandel davon besonders betroffen, da Wal als Delikatesse gilt und dementsprechend hohe Preise erzielt. Doch noch eine andere Entwicklung drückt die Verkaufszahlen. Die Ernährungsgewohnheiten ändern sich. Jüngere Menschen würden den Verzehr von Walfleisch eher in Frage stellen als die ältere Generation, glaubt Ikushima. "Wir müssen die jungen Leute auf den Geschmack bringen. Deswegen wird ein besonderes Kontingent des Walfleisches für die Schulen reserviert." |
| Dass es in Japan durchaus noch Fans des exotischen Fleisches gibt, zeigte sich in der vergangen Woche: Nahe der Stadt Oura waren 13 Pottwale gestrandet. Nachdem Rettungsversuche fehlgeschlagen waren, an denen sich eine große Zahl der Bürger beteiligt hatte, forderten andere von den Behörden, die Wale zum Verzehr freizugeben. Lokalreporter erzählen sogar, dass einige "Gourmets" mit Kettensägen am Strand erschienen seien. |