Gezerre um die Haie
Quelle: Greenpeace
Der U.S. National Marine Fisheries Service (NMFS) hat die Beschränkung der Anzahl von Haien aufgehoben, die amerikanische Fischer fangen dürfen. Fischer hatten im letzten Jahr gegen die Behörde geklagt, nachdem diese 1997 die Quote auf 1285 Tonnen pro Jahr festsetzte und 1999 nochmal um 30 Prozent kürzte.
Jetzt klagen die Umweltorganisationen Audubon Society, Ocean Conservancy und Earthjustice gegen den NMFS. Sie argumentieren, dass Haie wegen ihres langsamen Wachstums und ihrer wenigen Jungen stark von Überfischung bedroht sind. Vor allem im Golf von Mexiko und entlang der Atlantikküste von Florida bis Maine würden viel zu viele Haie erlegt. Einzelne Arten haben seit den 70er Jahren um 80 Prozent abgenommen.
Grund für den Streit zwischen Fischern und Umweltschützern ist in erster Linie die Zunahme des Verbrauchs von Haifischfleisch. Auch Haifischflossen werden zunehmend beliebter als Zutat in asiatischen Fischsuppen. All das treibt die Preise in die Höhe - ein zusätzlicher Anreiz für die Fischer.