| Sinnlose Atommüllaufbereitung |
| Quelle: Greenpeace |
| In Japan ist die insgesamt siebte Rücksendung von hochradioaktivem Atommüll aus europäischen Plutoniumfabriken eingetroffen. Die Behälter mit der "wiederaufbereiteten" Strahlenfracht aus La Hague (Frankreich) erreichten nach ihrer wochenlangen Rückreise über die Weltmeere den Hafen von Mutsu-Ogawara. Von dort wird der Atommüll nun unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen in die Atomanlage Rokkasho transportiert. |
| Greenpeace hält das Hin- und Herschiffen von hochradioaktiven Abfällen zwischen Japan und Europa für gefährlich und überflüssig. Der japanische Atommüll wird seit Jahren per Schiff zur Plutoniumgewinnung in die so genannten Wiederaufbereitungsanlagen nach La Hague und Sellafield transportiert. Der aus den recycelten Brennstäben gewonnene Nuklearbrennstoff (MOX) sollte ursprünglich in "Schnellen Brütern" und anderen Atomkraftwerken wiederverwendet werden. Japan hat sein "Schneller Brüter"-Programm jedoch schon längst aufgegeben und auch in anderen Anlagen werden die MOX-Brennstäbe auf Grund öffentlicher Proteste nicht eingesetzt. |
| Daher ist in den letzten 17 Jahren trotz Milliarden-Investitionen nicht ein Gramm "wiederaufbereitetes" Plutonium in Atomkraftwerken gespalten worden. Inzwischen lagern in Japan 30.000 Kilogramm dieses hochradioaktiven Materials. "Die Behauptung, dass Plutonium für die Energieerzeugung in Japan unverzichtbar sei, ist ein Mythos", sagt Shaun Burnie von Greenpeace International. Die japanische Regierung müsse endlich einsehen, dass die "Wiederaufbereitung" von Atommüll unsinnig ist und für das Land ein finanzielles Desaster. Über einen Stopp der Nukleartransporte würden sich nicht nur Menschen in Japan freuen, so Burnie, sondern auch all die Länder, die sich durch den Reiseverkehr der hochradioaktiven Schiffsladungen bedroht sehen. |