| Internationaler Widerstand gegen Gentechnik |
| Quelle: Greenpeace |
| Kroatien will den Anbau von genmanipulierten Pflanzen verbieten. Das gab der kroatische Umweltminister Bozo Kovacevic am Montag bekannt. Außerdem soll der Import von Lebensmitteln mit Gen-Zutaten stark begrenzt und die eingeführten Gen-Produkte eindeutig gekennzeichnet werden. Im Vorfeld dieser Entscheidung übten die USA massiven Druck auf die kroatische Regierung aus, den Anbau und Import von Gen-Produkten nicht einzuschränken. Jetzt drohen die Amerikaner, die im Ausland aggressiv die Interessen der US-Biotech-Branche vertreten, mit einer Klage bei der Welthandelsorganisation (WTO). |
| In China treten ab dem 20. März scharfe Richtlinien zum Einfuhr von gentechnisch manipulierten Organismen (GMO) in Kraft. Die Importeure müssen ab diesem Datum nachweisen, dass die Gen-Produkte für Menschen, Tiere und die Umwelt harmlos sind. Alle Ladungen ohne entsprechende Zertifikate würden zurückgewiesen oder zerstört, kündigte das chinesische Landwirtschaftsministerium am Dienstag an. |
| In den meisten Entwicklungsländern mangelt es an Experten, die die Risiken der Gentechnik richtig einschätzen können. Deshalb will die Global Environment Facility, ein Zusammenschluss des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltbank, jetzt ein millionenschweres Ausbildungsprogramm starten. Vor allem in afrikanischen Staaten sollen die Entscheider lernen, die Gefahren des Anbaus von Gen-Getreide für Mensch und Umwelt richtig einzuschätzen. Bisher sind viele Entwicklungsländer von Informationen aus dem Ausland abhängig. Allerdings betreiben Export-Staaten von Gen-Saatgut allzu oft Lobbyarbeit für ihre Biotech-Industrie, anstatt ehrlich über die Risiken der Gentechnik aufzuklären. |