| Treibhausgasemissionen nehmen nicht mehr so stark zu wie vor 20 Jahren |
| Quelle: bild der wissenschaft online |
| Die Zunahme der Treibhausgasemissionen hat sich in den letzten 20 Jahren stark verringert. Das geht hauptsächlich auf die im Montrealer Protokoll zum Schutz der Ozonschicht verabschiedete Reduzierung der Emission von Fluorchlorkohlenwasserstoffen zurück. Doch auch die Kohlendioxid- und Methanemissionen nahmen seit 1980 ab, berichten James E. Hansen vom Goddard Institut for Space Studies der Nasa und Makiko Sato von der Columbia Universität, New York in der Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" (Vol. 98, S. 14778). |
| Die Treibhausgase bewirken eine Erwärmung der Erdatmosphäre, diese Wirkung bezeichnen die Wissenschaftler als "positive climate forcing". Seit 1980 nahmen die Treibhausgasemission und damit auch die Zuwachsrate des "climate forcing" ab (siehe Grafik). Die Erde würde sich nach ihren Berechnungen also weniger schnell erwärmen als noch vor zwanzig Jahren. |
| Dennoch sagen Wissenschaftler eine Temperaturzunahme von 0,15± 0,05 Grad Celsius pro Jahrzehnt voraus - sollten die Emissionen in diesem Trend weiter zunehmen. In hundert Jahren hätte die Erde dann eine zwei Grad Celsius wärmere Oberflächentemperatur, was bedeuten könnte, dass die Meeresspiegel um über zwanzig Meter ansteigen. Daher sprechen sich die Wissenschaftler für weitere Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasen, insbesondere Methan, aus. |