| Massentierhaltung für Wale |
| Quelle: Greenpeace |
| Die Stadtväter des südwestlich von Tokio gelegenen Hirado planen vor ihrer Küste eine Farm für Wale einzurichten. Sie wollen damit Touristen anziehen, Wissenschaftlern die Möglichkeiten für Verhaltensstudien bieten und nicht zuletzt japanische Restaurants mit Walfleisch versorgen. Für die rund fünf Quadratkilometer große und von Netzen "umzäunte" Farm müssten einige Meeressäuger auf offener See lebendig gefangen werden. Die Pläne stoßen bei Umweltschützer auf heftige Ablehnung. |
| Für welche Walarten die Farm dienen soll, ist noch unklar. Derzeit jagen japanische Walfänger vor allem die bis zu zehn Meter langen Minkwale, aber auch Bryde- und die bis zu 18 Meter langen Pottwale. Für das Fleisch der trotz des internationalen Walfangverbotes getöteten 440 Minkwale aus der Antarktis bezahlen die japanischen Restaurants jährlich rund 30 Millionen Euro. |
| Richard Page, Wale-Experte bei Greenpeace International, spricht sich prinzipiell gegen die Haltung der großen Wildtiere aus. Allerdings glaube er auch nicht, das es überhaupt möglich sei. "Um hunderte von Walen auf so engem Raum halten zu können, müssten außerordentliche Schwierigkeiten, wie die ausreichende Versorgung mit Futter, gelöst werden." Allein ein neun Tonnen schwerer Minkwal brauche bis zu 200 Kilogramm Fisch am Tag. |