Strahlende Fracht aus Schweden
Quelle: Greenpeace
In New Orleans, Louisiana, ist ein bierfassgroßer Container entdeckt worden, der Kapseln mit radioakiven Iridium 192 enthält. Die Strahlung übersteigt den US-Grenzwert um das 2000-Fache. Nach Angaben der Umweltbehörde von Louisiana ist der Behälter noch nicht geöffnet und untersucht worden. Vielmehr warte man auf Vorschläge zur sicheren Entsorgung von dem schwedischen Unternehmen Studsvik, das den Container losgeschickt hat. Solange steht er mit Bleimatten geschützt auf dem Gelände des Bestellers, der Source Production and Equipment Company. Das Unternehmen nutzt das radioaktive Isotop in der Röntgenographie zur Untersuchung von Schweißnähten bei Ölpipelines und Brücken.
Die radioaktiven Kapseln haben schon eine weite Reise hinter sich: Per Luftfracht legten sie die Strecke von Stockholm nach Paris und weiter nach Memphis, Tennessee, zurück. Von dort wurden sie mit dem Lastwagen nach New Orleans transportiert. Erst dort entdeckte man die hohe Strahlung. Die Umweltbehörde ermittelte die am Transport beteiligten Arbeiter und konnte keine Verstrahlungen feststellen. Bisher ist ungeklärt, warum aus dem Behälter Radioaktivität entweichen konnte.
In der letzten Woche waren in der Kaukasusrepublik Georgien extrem stark strahlende Container mit Strontium 90 entdeckt worden. Da durch den radioakiven Zerfall Wärme freigesetzt wird, wollten die Entdecker die Behälter als Ofen mit nach Hause nehmen. Dabei erlitten sie schwere Strahlenschäden.