Treibstoff fließt in den Rhein
Quelle: Greenpeace
Ein betrunkener Kapitän hat auf dem Rhein bei Dormagen mit seinem Containerschiff ein mit Benzin beladenes Tankschiff gerammt. Aus dem leckgeschlagenen Tanker seien 12.000 Liter Treibstoff in den Fluss geströmt, teilte die Wasserschutzpolizei in Duisburg am Dienstag mit. Unbeeindruckt sei der Kapitän der "MS Express" in Schlangenlinien weitergefahren. Erst bei Düsseldorf stoppte ihn die Polizei. Ein Atemtest habe einen Blutalkoholwert von 2,2 Promille ergeben.
Der niederländische Tanker "Almadi" sei am Montagabend mit 1050 Tonnen Benzin rheinaufwärts unterwegs gewesen, als ihm das Containerschiff auf "merkwürdigem Kurs" entgegen gekommen sei, berichtete die Polizei. Die Kollision riss ein 20 Zentimeter langes Loch oberhalb der Wasserlinie in die Bordwand des Tankers.
Das ausgelaufene Benzin hat sich im Wasser schnell verflüchtigt. Flussabwärts gelegene Messstationen konnten keine auffälligen Schadstoff-Konzentrationen messen. Deshalb wurden keine Schutzmaßnahmen für die Klärwerke rheinabwärts der Unfallstelle ergriffen. Die Rhein-Schifffahrt jedoch blieb bei Dormagen zwischen Köln und Düsseldorf für fast drei Stunden unterbrochen.