| Krabbenspinnen machen sich unsichtbar für Beute und Feind |
| Quelle: bild der wissenschaft online |
| Krabbenspinnen können ihre Körperfarbe an die Farbe der Blüte, auf der sie sitzen und auf Beute lauern, anpassen und verschmilzen dadurch mit dem Hintergrund - zumindest für das menschliche Auge. Ob die Spinnen dadurch auch für Beute, wie etwa Bienen, oder ihre Feinde, beispielsweise Vögel, praktisch unsichtbar werden, untersuchten nun erstmals die französischen Wissenschaftler Marc Théry und Jérôme Casas. Weder Insekten, noch Vögel erkennen, die getarnten Spinnen, obwohl sie Farben ganz unterschiedlich wahrnehmen, berichten die Biologen im Wissenschaftsmagazin Nature (Bd. 415, S. 133). |
| Insekten und auch Vögel können Farben durch die Photorezeptoren ihrer Augen, die Licht von unterschiedlicher Wellenlänge absorbieren, unterscheiden. Insekten sehen beispielsweise im ultravioletten, blauen und grünen Bereich des Spektrums, Vögel nehmen zusätzlich Licht aus dem roten Spektralbereich wahr. |
| Damit eine Krabbenspinne für Insekten und auch Vögel unsichtbar bleibt, muss sie ihre Farbe in diesen verschieden Spektralbereichen genau an die Farbe der Blüte anpassen - und ganau das gelingt der Krabbenspinne. Durch Messungen des Farbkontrastes zwischen der Spinnenfarbe und der Blütenfarbe fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Farben so genau übereinstimmen, dass weder Insekten noch Vögel die versteckten Krabbenspinnen erkannten. |