| Navy gibt zu: Schiffssonar kann Wale töten |
| Quelle: bild der wissenschaft online |
| Die amerikanische Marine gibt erstmals zu, dass die Sonargeräte ihrer Schiffe Wale töten können. Bei sechs Meeressäugern, die kurz nach einer Marineübung gestrandet waren, konnten Wissenschaftler der U.S. Navy und dem Nationalen Meeresfischerei-Dienst der Vereinigten Staaten die Schiffssonare als Todesursache ausmachen, berichtet das amerikanische Wissenschaftsmagazin "Science" in seiner Onlineausgabe. |
| Die Forscher hatten Gewebeproben untersucht, die unabhängige Meeresbiologen von den im März 2000 gestrandeten Walen genommen hatten. Daraus schließen sie, dass eine "ungewöhnliche Kombination" von Faktoren - wie etwa die Oberflächenstruktur des Meeresbodens und die Wasserbedingungen - dazu beigetragen haben, die Sonargeräusche zu kanalisieren und zu verstärken. Wie die Schallenergie letztlich die Ohren oder andere Gewebe der Wale verletzt habe, sei unbekannt, sagen die Wissenschaftler. Der Schall mache die Meeressäuger vermutlich benommen und verwirre sie, so dass die Tiere stranden oder Attacken von Feinden wehrlos ausgeliefert sind. |
| Bei zukünftigen Übungen will die Navy nach eigenen Angaben vermeiden, unter ähnlichen Bedingungen Sonar einzusetzen. Die Erkenntnisse könnten auch die Pläne der Navy beeinflussen, stärkere Sonargeräte für die Langstreckenerkennung von U-Booten zu entwickeln. |
| Schon seit Jahrzehnten vermuten Experten, dass Sonargeräusche von Militärschiffen schuld an Strandungen von Walen sind. Die bislang gefundenen Tiere waren jedoch schon zu sehr verwest, um den Verdacht zu erhärten. |