| Waldschadensbericht: Eichen leiden am meisten |
| Quelle: Greenpeace |
| Kritisch - so bezeichnet der Waldschadensbericht des Bundeslandwirtschaftsministeriums den Zustand der deutschen Wälder nun schon im vierten Jahr. Die neueste Baum-Bilanz wurde am Montag in Berlin veröffentlicht. Der Zustand der Waldbäume habe sich zwar seit 1996 "stabilisiert", dennoch litten die Wälder weiterhin unter zu hohen Schadstoffbelastungen, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Agrarministerium, Gerald Thalheim. |
| Zwar haben sich die Belastungen durch Schwefeldioxid "entscheidend verbessert", doch bilden freigesetzte Stickstoffverbindungen nach wie vor die stärkste Belastung für die Bäume. Sie stammen vorrangig aus dem Verkehr und der Landwirtschaft. 22 Prozent der Bäume weisen "deutliche Schäden" auf. Für 42 Prozent gilt die Warnstufe. Und lediglich 36 Prozent können als gesund eingestuft werden, so der Bericht. Am stärksten geschädigt zeigten sich wie schon in den Vorjahren Eichen und Buchen: Nur 21 Prozent der Eichen und 25 Prozent der Buchen gelten derzeit als gesund. |
| Thalheim dämpfte Hoffnungen auf nachhaltige Besserung: Es sei nicht zu erwarten, dass es zu einer raschen Entspannung der Situation komme. Jahrzehntelange Schadstoffeinträge aus Verkehr, Landwirtschaft und Industrie setzten als "kritische Altlast" auch weiterhin der Baumgesundheit zu. |