| Schwebfliegen wechseln ihr Farbenkleid mit der Temperatur |
| Quelle: bild der wissenschaft online |
| Schwebfliegen verändern ihre Körperfarbe in Abhängigkeit von der Temperatur. Das belegen zwei Wissenschaftler der University of Reading. Anne Halping und Graham Holloway berichten auf dem Wintertreffen der Britischen Ökologischen Gesellschaft (18. bis 20. Dezember) in der University of Warwick, dass Schwebfliegen im Winter dunkler werden und sich dadurch besser aufwärmen können. |
| Schwebfliegen gehören wie die Mücken und Fliegen zu den Zweiflüglern. Viele Tiere ahmen das Aussehen von Bienen und Wespen nach. Doch die gelben und schwarzen Streifen der Schwebfliegen variieren im Laufe eines Sommers in ihrer Breite. Diese Fähigkeit der Farbveränderung erwies sich für die Tiere als vorteilhaft. "Fliegen, die ihre Farbe mit den Temperaturschwankungen ändern können, passen sich besser an klimatische Veränderungen an als Tiere, die dies nicht können", sagt Halpin. |
| Unter dem Einfluss von kalten Temperaturen schlüpfen aus den Puppen adulte Schwebfliegen mit breiteren Streifen als unter kalten Temperaturen. Für Ökologen gilt dieses Phänomen als ein Beispiel für den so genannten Melanismus. Der Vorteil ist: Dunkle Fliegen erwärmen sich schneller als die helleren Verwandten. |
| Weitere Untersuchungen sollen zeigen, wie sich verschiedene Temperaturen auf die Tiere auswirken. „Ich werde Schwebfliegen unter verschiedenen Temperaturen großziehen und sie anschließend im Feld freilassen um zu sehen, ob es Unterschiede im Überleben und in ihrer Verbreitung gibt,“ erklärt Halpin. Außerdem möchten die Forscher zeigen, ob die Fähigkeit der Farbveränderung durch die Temperatur auch bei anderen Insekten zu finden ist. |