| Japanische Fangflotte wildert im Walschutzgebiet |
| Quelle: Greenpeace |
Heute morgen hat Greenpeace japanische Walfänger im Walschutzgebiet des
Südpolarmeeres aufgespürt. Das Greenpeace-Schiff Arctic
Sunrise kreuzte mit 30 Aktivisten aus 16 Ländern an Bord den
Weg der Walfangflotte. Beim ersten Kontakt forderte Greenpeace die Japaner
über Funk auf, den Walfang aufzugeben. Auch die Banner der Schlauchboote,
mit denen sich die Umweltschützer den fünf Schiffen näherten,
trugen diese Forderung. Die Walfänger wollen bis Ende März 440 Wale töten.Greenpeace wird seine Kampagne solange fahren, bis die Walfänger mit der Wilderei aufhören, sagt Thilo Maack, Meeres-Experte von Greenpeace. Auch die Internationale Walfang Kommission (IWC) hat Japan dringend aufgefordert, das Töten einzustellen. |
Seit 1994 missachtet Japan das Schutzgebiet und schlachtet Wale zu angeblich wissenschaftlichen
Zwecken. Das Walfleisch landet allerdings anschließend in japanischen
Restaurants. In Wahrheit dient dieses Programm ausschließlich
dem Profit, betont Maack. Das Fleisch der 440 Wale hat einen
Marktwert von mindestens 28 Millionen Dollar.Schon im kommenden Mai findet die nächste Tagung der IWC statt, diesmal in Shimonoseki, dem Heimathafen der japanischen Walfangflotte. Nach einer gezielten Stimmenkauf- Kampagne der japanischen Regierung könnte das geltende Walfang-Moratorium in Gefahr geraten: Um die Entscheidungen der IWC beeinflussen zu können, kauft Japan mit Entwicklungshilfegeldern die Stimmen von karibischen und westafrikanischer Staaten, die Mitglieder des IWC sind. Sie sollen im Mai dafür stimmen, das Walfang-Verbot aufzuheben und den kommerziellen Walfang nach 16 Jahren wieder zuzulassen. |
| Die Zahl der von Japan gejagten Minkewale geht bereits stark zurück. Das wissenschaftliche Komitee der IWC befürchtet einen drastischen Rückgang von bis zu 50 Prozent. Das geltende Verbot des kommerziellen Walfangs reicht nicht zum Schutz der Wale, erklärt Maack. Greenpeace fordert alle IWC-Mitgliedsstaaten inklusive Deutschland auf, Japan zu stoppen und die Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs zu verhindern. |