| Ungesunde Milch durch Gentech-Hormon |
| Quelle: Greenpeace |
| Wie wirkt sich die in den USA verbreitete Gabe von gentechnisch hergestelltem Rinderwachstumshormon (rBST) auf die Zusammensetzung der Milch aus? Dieser Frage ging eine US-amerikanische Forschergruppe nach. Sie fand heraus, dass eine deutlich erhöhte Konzentration des Insulin-ähnlichen Wachstumsfaktor-1 (IGF-1) in der Milch die Folge ist. Der Faktor hat eine Reihe von biologischen Funktionen. Gerade in Milch ist seine Wirkung noch erhöht. Eine weitere Steigerung der biologischen Wirksamkeit trete durch das Pasteurisieren der Milch auf, so die Wissenschaftler in der jüngsten Ausgabe des Fachblattes "The Western Jounal of Medicine". |
| Negative Auswirkungen befürchten die Forscher vor allem bei Kindern, die sich noch im Wachstum befinden. Aber auch Menschen mit Darmkrankheiten oder Milchallergie und wenn sie bestimmte Medikamente einnehmen müssen, sind gefährdet. Die Wissenschaftler fordern deshalb, die Schwachen in der Gesellschaft zu schützen. |
| Aber auch den Kühen geht es nach Gabe des Gen-Hormons nicht gut. Es treten viel häufiger Entzündungen des Euters auf. Deshalb enthält die Milch neben erhöhten Mengen IGF-1 und rBST noch Antibiotika und Eiter. Zusätzlich verändert sich auch die Zusammensetzung der Milch: Es finden sich weniger kurzkettige Fettsäuren, dafür mehr langkettige und die Menge des Milchproteins Casein ist reduziert. "Diese Gentech-Milch ist qualitativ und quantitativ anders als natürliche Milch", sagt Samuel Epstein, Vorsitzender der Krebs-Vorbeuge-Koalition. |
| Die Gabe des Gentech-Hormons ist in der EU nicht zugelassen. Aus der Gentech-Milch hergestellte Produkte, wie Käse, dürfen aber verkauft werden. Genauso das Fleisch der behandelten Kühe. In Europa wird um den Einsatz des Hormons heftig gerungen. |