US-Atomwaffentest
Quelle: Greenpeace
Das US-Energieministerium hat für Mittwoch den 15. subkritischen Atomtest der USA angekündigt. Der Atomversuch findet unterirdisch auf einem Gelände in Nevada statt. Es ist der zweite derartige Test seit Regierungsantritt von Präsident George W. Bush. Er gehört zu einer Reihe von Tests, bei denen nur so wenig spaltbares Material eingesetzt wird, dass es nicht zu einer Explosion kommen kann.
Der letzte subkritische Atomversuch fand im September diesen Jahres statt. Die USA wollen mit der Testreihe wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse und technische Erfahrungen sammeln, damit das US-Atomwaffenarsenal funktionstüchtig gehalten werden könne.
Gegen die Atomtests regt sich weltweiter Widerstand. Atomwaffengegner halten die Nuklearversuche für unvereinbar mit dem "Umfassenden Atomtest-Verbot-Vertrag" von 1996. Das US-Energieministerium hält dem entgegen, dass wegen der geringen Menge an spaltbarem Material keine sich selbst erhaltende Kettenreaktion ablaufen könne. Deshalb stellten die Tests keine Verletzung des Vertrags dar. Aber auch in Japan hält man die Tests für falsch: "Zurzeit wächst die Furcht, dass bei den andauernden Militäraktionen in Afghanistan möglicherweise auch Atomwaffen zum Einsatz gebracht werden könnten", gibt der Bürgermeister von Nagasaki, Itcho Ito, zu Bedenken. "In dieser Situation einen subkritischen Atomtest auszuführen, scheint die Befürchtungen eines Atomwaffengebrauchs zu bestätigen."
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