| E.ON muss Werbestrategie ändern |
| Quelle: Greenpeace |
| Gegen die Werbekampagne "Mix it Baby" des deutschen Stromkonzerns E.ON wurde am Freitag eine Einstweilige Verfügung erreicht. Wie das Hamburger Landgericht entschied, darf der Stromkonzern keine Aussagen mehr wiederholen, die dem Kunden eine freie Auswahl der persönlichen Energiequellen suggerieren. Bekannt geworden war der Werbespruch vor allem durch Fernsehspots mit Arnold Schwarzenegger und Fußballmannschaften der deutschen Bundesliga. |
| Durch die Werbebotschaft "Mix it Baby", werde den Verbrauchern vorgegaukelt "sie könnten tatsächlich selbst bestimmen, ob Energie aus Sonne, Kohle, Wind, Biogas oder Wasser aus ihrer eigenen Steckdose fließt", sagte Andreas Grigoleit von der klagenden Stromhandelsfirma Hansestrom. Dies habe mit der Realität im Stromgeschäft nichts zu tun und führe Kunden und Verbraucher in die Irre. "Es ist technisch gar nicht möglich, dem einzelnen Stromkunden Energie aus bestimmten Quellen zuzuteilen", urteilt auch Ulrich Wagner, Professor für Energiewirtschaft an der TU München in der aktuellen Ausgabe des Marketingmagazins w&v. |
| Die Einstweilige Verfügung verbietet E.ON zudem, in der Werbung ein als "umweltorientiert" gekennzeichnetes Strommodell anzubieten und zu bewerben, sofern hierbei auch Atomenergie angeboten oder vertrieben wird. Auch Verbraucherschützer hatten dieses Vorgehen in der Vergangenheit bereits kritisiert. Wer über Mix-Power Strom aus regenerativen Energien bezieht, zahle höhere Preise, ohne wirklich etwas für die Umwelt zu tun. Denn E.ON bezieht seinen Strom fast ausschließlich aus herkömmlichen Energiequellen, fast die Hälfte stammt aus Atomkraftwerken. Nur 7,4 Prozent des Stroms werden bisher aus regenerativen Energien gewonnen. |